Kleine Runde um Leubsdorf

Es muss nicht immer die ganz große Tour sein.

In einer Welt, die ständig hektischer und schneller wird, sind die kleinen Auszeiten im Leben essenziell. Kritisch wird es dann, wenn der Kalender so vollgepackt ist, dass für dieses notwendige Ausspannen (vermeintlich) kein Platz mehr ist. Da hilft auch der nett gemeinte Ratschlag „Mach doch zum Abschalten einfach mal eine Wandertour!“ nicht wirklich weiter. Insbesondere dann nicht, wenn es sich dabei noch um ganze Tagestouren handelt, für die sowieso keine Zeit bleibt.

Umso schöner ist es, wenn man für ein bis zwei Stunden unterwegs ist, seinen Körper und Geist ein wenig auspowern und für einen kleinen Moment abschalten kann. All das bietet unsere kurzweilige Rundtour um Leubsdorf.

Wir beginnen bergauf

Als Startpunkt empfiehlt sich der Parkplatz an der Hauptstraße vor dem Gerätehaus. Von dort schlängeln wir uns durch den kleinen Weg vor dem Kindergarten in Richtung der nicht zu übersehenden Kirche. An der dreischiffigen Basilika St. Walpurgis biegen wir rechts ab. Das imposante Gebäude kommt im Laufe der Tour immer wieder in unseren Blick. Die ersten Höhenmeter legen wir auf dem asphaltierten Weg zurück und wir spüren, wie die leichte Anstrengung den Kopf beruhigt.

Wir befinden uns auf einem Teilstück des offiziellen Wanderweges LZ1 und achten darauf, den kleinen, roten Schildern zu folgen, um nicht an dem nach rechts abbiegenden Trampelpfad zu vorbei zu laufen. Dieser führt uns an einen Verschnaufpunkt mit Bank und Infotafel. Das erste Mal auf der Tour lassen wir die wundervolle Aussicht über das Örtchen Leubsdorf und den Rhein auf uns wirken. Am Ende des Pfades verlassen wir an der Kreuzung den Weg LZ1 und folgen nach links der Beschilderung Richtung Schwarzer See.

Nach dem Passieren der Schützenhalle dürfen wir am Beginn der Rechtskurve den kleinen Stichweg zwischen den beiden Grundstücken nicht verpassen. Wir folgen dem Pfad, bis wir zur Kreuzung am Schwarzen See gelangen. Dieser stillgelegte Steinbruch ist leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und durch einen massiven Metallzaun versperrt.

Am Gipfelkreuz

Wir verschmerzen dieses und folgen rechter Hand der Beschilderung in Richtung Abenteuerspielplatz. Schon bald entdecken wir das Gipfelkreuz und danach die eher für Riesen gemachte hölzerne Hochbank. Wir nutzen entweder diese oder alternativ die Bank direkt unter dem Kreuz für eine weitere kleine Durchatempause und einen atemberaubenden Weitblick.

Bei Abzweigungen immer rechts haltend erreichen wir schon bald das nicht zu übersehende grüne Auffangbecken. Falls wir Kinder im Schlepptau haben, ist ein kurzer Abstecher auf den Abenteuerspielplatz direkt neben der Grillhütte genau das Richtige. Hier können sich die Kleinen, sofern bisher noch nicht geschehen, ordentlich auspowern.

Der Rückweg gestaltet sich ab hier wesentlich einfacher: Wir folgen der Hauptstraße, die uns bergab wieder zum Startpunkt zurückbringt.


Tourdaten

Distanz: 5,5 km
Höhendifferenz: 206 m
Schwierigkeit: leicht – mittel
Dauer: ca. 1:45 h